Tipp zur Stimulation der Vagusfunktionen.

1921 entdeckte ein deutscher Physiologe namens Otto Loewi, dass die Stimulation des Vagusnervs eine Herzfrequenzverminderung bewirkt, indem er die Freisetzung einer Substanz namens Vagusstoff auslöst. Die "Vagussubstanz" wurde später als Acetylcholin identifiziert und war der erste Neurotransmitter, der jemals von Wissenschaftlern identifiziert wurde.

Ein gesunder Vagus Tonus wird durch einen leichten Anstieg der Herzfrequenz beim Einatmen und einen Rückgang der Herzfrequenz beim Ausatmen angezeigt. Die tiefe Zwerchfellatmung - mit einem langen, langsamen Ausatmen - ist der Schlüssel zur Stimulation des Vagusnervs und zur Verlangsamung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, besonders in Zeiten von Leistungsangst.

Tipp!

Daher empfehlen wir Ihnen, bei der Stimulation der Vagusfunktionen durch Arbeiten im oberen Hals- und Rachenraum eine langsame, tiefe Ein- und Ausatmung des Patienten einzuleiten.

Frühe anatomische Zeichnung des Vagusnervs.

Quelle: Welcome Library/Public Domain