Bedeutung der starken Peristaltik bei Refluxerkrankungen.

Peristaltik in der quergestreiften Muskulatur des proximalen Ösophagus wird durch sequentielle Vagus Anregung, die vom Hirnstamm aus gerichtet ist, stimuliert und durch die zuruckkehrende Kehläste des Vagus in die Speiseröhre getragen.

Peristaltik in der glatten Muskulatur des Ösophagus ist komplexer und erfordert die Integration von zentralen und peripheren neuralen Mechanismen mit glatten Muskeleigenschaften.

Die Ausbreitung der Peristaltik im glatten Muskelsegment umfasst zwei periphere Vaguswege.

Ein Weg vermittelt die cholinergische Erregung (Depolarisation) sowohl der longitudinalen als auch der zirkulären glatten Muskulatur, während der andere die nicht-adrenerge nicht-cholinerge Inhibierung des zirkulären Muskels (Hyperpolarisation) vermittelt.

Beim Schlucken erfolgt fast gleichzeitig eine Aktivierung des inhibitorischen Weges gefolgt von einer verzögerten sequentiellen Aktivierung des exzitatorischen Weges.

Dies erzeugt eine Welle mechanischer Hemmung (Latenz), gefolgt von einer Kontraktion entlang der Speiseröhre, die Peristaltik darstellt.

Osteopathen behandeln hoch Zervikale Läsionen, um eine stärkere Peristaltik zu erreichen, so dass die Nahrung besser durch die Kardie geschoben werden kann.