Beschwerden durch überschüssige Harnsäure im Körper

Harnsäure kann für eine ganze Reihe von Problemen, einschließlich Gicht, Nierensteine, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen verantwortlich sein.

Die Harnsäure kann den Sauerstoff in den Muskeln drastisch reduzieren. Die Produktion von Harnsäure im Körper kann bei jedem von uns verschieden sein, es gibt sogar genetische Unterschiede.

Harnsäure wird gebildet, wenn in unserem Körper Purine verarbeitet werden. Purine sind Substanzen, die durch den Abbau von Zellen in unserem Körper freikommen oder von Purin-haltigen Lebensmitteln freigegeben werden.

Die Menge an Harnsäure im Körper kann durch Teststreifen im 24-Stunden-Urin getestet werden, weil Harnsäure den Körper vor allem durch den Urin verlässt.

Bei einem Überschuss der Produktion wird das Niveau im Urin erhöht, aber wenn die Nieren die Harnsäure nicht verarbeiten können, nimmt die Menge im Urin ab.

Während der 24-Stunden-Sammlung des Urins trinken Patienten am besten keinen Alkohol, weil dies die Höhe der Harnsäureausscheidung durch die Nieren vermindert. Auch Medikamente können den Test verfälschen (Diuretika, Vitamin C, Aspirin, Niacin,…).

Hohe Blutharnsäurespiegel können zu Harnsäurekristallen führen, die sich in Gelenken anreichern, wodurch wiederum Gicht entstehen kann. Wenn dies nicht behandelt wird, kann dies zu Tophi führen (harte Knoten an den Gelenken).

Die normalen Harnsäurewerte sind:

• 250-750 Milligram (mg) per 24-Stunden-Harnprobe

• 1.5-4.4 Millimol (mmol) per 24- Stunden-Harnprobe

Bei Frauen liegt dieses Niveau meistens etwas niedriger.

Hohe Harnsäurewerte können verursacht werden durch:

• Individuelle Unterschiede

• Krankheiten der Nieren

• Erhöhte Zellteilung wie z. B. bei Krebs

• Krebsbehandelungen

• Krankheiten wie Präeklampsie, Leberzirrhose, Obesitas, Psoriasis, Hypothyreose

• Hunger

• Unterernährung

• Bleivergiftung

Eine Anhäufung von Purinen im Körper wird oft zurecht der Ernährung zugeschrieben.

Purin (Lateinisch: purum (acidum) uricum, “saubere Harnsäure”) ist eine heterozyklische Verbindung mit der chemischen Formel C5H4N4.

Der Stoff formt die Basis der Gruppe der Derivate, die Purine genannt werden, organische Basen, die aus substituiertem Purin bestehen. Hierbei sind ein oder mehrere Wasserstoffatome aus dem Purin durch z. B. ein Sauerstoffatom oder einer NH2-Gruppe ersetzt.

Lebensmittel mit viel Purinen:

• Tierische Lebensmittel enthalten viel Purin, Organfleisch und Speck am meisten.

• Seefrüchte und Schalentiere enthalten ebenfalls viel Purin (Hummer, Scampi, Garnelen).

• Fetter Fisch enthält ebenfalls viel Purin.

• Gemüse mit hohem Puringehalt (allerdings nicht mit Fleisch zu vergleichen) sind Champignons, Bohnen, Erbsen, Linsen, Brokkoli, Karotten, Blumenkohl, Spinat.

• Hefe enthält sehr viel Purin (Bier), roter Wein ebenfalls.

• Einige Obstsorten wie Datteln und Feigen.

Bei einem zu hohen Harnsäuregehalt im Blut ist es ebenfalls anzuraten um:

• Alle Formen von Alkohol zu vermeiden (vermindert die Ausscheidung davon).

• Fruktose und andere Zucker zu vermeiden, denn dies erhöht die Harnsäureproduktion.

• Weißmehl Produkte, Cola, Kaffee und schwarzen Tee vermeiden.

Empfohlene Lebensmittel sind:

• Frisches Gemüse

• Frische Obst, z. B. Kirschen, Erdbeeren

• Vollkorn außer Buchweizen und Hafer

• Pflanzliche Eiweiße

• Sauermilchprodukte

• Kaltgepresste pflanzliche Öle

Diese Diät unterscheidet sich wenig von dem was allgemein empfohlen wird, Risiken sind hieran deshalb nicht verbunden.